Steckbrief Strauß

Name
Strauß
Größe
m: 210 bis 275cm w: 175 bis 190cm
Gewicht
m: 100 bis 130kg w: 90 bis 110kg
Alter
Höchstalter 30 bis 40 Jahre, im Zoo bis zu 50 Jahre
Nahrung
Körner, Gräser, Kräuter, Blätter, Blüten, Früchte, selten Insekten und andere Kleintiere
Verbreitung
nördliches und östliches Afrika
Lebensraum
Savannen und Wüsten
Feinde
Löwen, Leoparden, Geparden
Fortpflanzung
Brutdauer 6 Wochen; Anzahl Eier 8, selten bis zu 12 (aber Eier mehrerer Hennen in einem Nest, dann bis zu 80); Geschlechtsreife m: 3 bis 4 Jahre, w: 2 Jahre

Afrikanischer Rothalsstrauß (Struthio camelus camelus)

Der Strauß ist der größte lebende Vogel der Erde und hat die größten Augen aller Landwirbeltiere (Durchmesser etwa fünf Zentimeter). Er kann nicht fliegen, dafür aber umso besser laufen: Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometer und kann eine Geschwindigkeit von 50 Stundenkilometer etwa eine halbe Stunde lang halten. 

Wenn Gefahr droht, legt sich der Strauß flach auf den Boden und streckt dabei den Hals aus. Von weitem sieht es dann so aus, als würde der Strauß „den Kopf in den Sand stecken“, woraus sich die Redensart entwickelt hat. Ihre Nester bauen Strauße in flachen Bodenmulden. Die Küken schlüpfen nach rund 45 Tagen und können bei der Futtersuche sofort große Strecken zurücklegen.

Strauße leben in lockeren Verbänden von zwei bis über hundert Tieren zusammen. Das Straußenmännchen hat gewöhnlich mehrere Weibchen, die ihre bis zu 1,9 Kilogramm schweren Eier im gleichen Nest ablegen.

Das Brut- und Aufzuchtverhalten ist bei Straußen sehr besonders: Ein Hahn sucht sich meist eine Haupthenne, mit der er häufig viele Jahre zusammenbleibt. Diese Haupthenne wird zuerst begattet und legt ihre Eier in die Mitte des vom Hahn geschaffenen Nestes. Danach begattet der Hahn seine Nebenhennen, die ihre Eier um die Eier der Haupthenne herum legen. Dies dient als Schutz, da die außen liegenden Eier schneller geklaut und schlechter bebrütet werden. Nur Hahn und Haupthenne brüten und ziehen die Küken groß. Sind die Küken geschlüpft, ziehen sie mit Hahn und Henne umher. Treffen sie auf ein anderes Pärchen mit Küken, wird gekämpft und das siegende Paar nimmt alle Küken mit. So soll einst ein Paar mit 380 Küken gesichtet worden sein. Auch dies dient dem Schutz der eigenen Küken. Trotzdem vollenden nur etwa 15 Prozent der Küken das erste Lebensjahr.