Steckbrief Gänsegeier

Name
Gänsegeier
Größe
Länge 75 bis 95 cm; Spannweite bis 250 cm
Gewicht
Bis 8 Kilogramm
Alter
40 Jahre
Nahrung
Kadaver von Großtieren, besonders Eingeweide und Innereien
Verbreitung
Mitteleuropa, Nordafrika bis Nordwest-Mongolei und Nordindien
Lebensraum
offene Gebirgs- und Waldregionen, sowie Steppen
Fortpflanzung
Anzahl Eier 1; Brutdauer 52 bis 54 Tage

Gänsegeier (Gyps fulvus)

Gänsegeier sind spezialisierte Aasfresser und können auf ihren weiten Suchflügen, bei denen sie geschickt die Thermik ausnutzen, auch aus großer Höhe geeignete Nahrungsquellen erkennen. Sie können falls nötig aber auch wochenlang ohne Nahrung auskommen. Um lebende Beute zu fangen, fehlt es diesen großen Vögeln an Wendigkeit.

Das Gelege von Gänsegeiern besteht aus nur einem Ei. Das Küken wird von beiden Eltern versorgt. Beim Fressen stecken die Geier oft den ganzen Kopf in den Kadaver. Da die Reinigung sonst sehr mühsam wäre, haben sie kaum Federn am Kopf. Sie sind die „Gesundheitspolizei“ der Savanne und übernehmen als Aasbeseitiger eine wichtige Funktion in der Natur, aber auch in menschlichen Siedlungen und Städten.

Gänsegeier leben im Gebirge mit offen liegenden Felsen und Steilwänden, in denen auch der Nestbau in Kolonien erfolgt. In Deutschland sind sie ausgestorben, wurden aber unter anderem in den Salzburger Alpen und den französischen Cevennen erfolgreich ausgewildert.