Steckbrief Erdmännchen


Erdmännchen sitzt auf einem Baumstamm und blickt zur Seite

NameErdmännchenFamilieMangustenGrößeKopf-Rumpflänge 25 bis 29 cmGewicht620 bis 970 gAlter8,5 JahreNahrungInsekten, Wirbellose, kleine Wirbeltiere, EierVerbreitungAngola, Botswana, Namibia und SüdafrikaLebensraumSavanne, Buschland, Grasland und Wüsten FeindeGreifvögelFortpflanzungTragzeit 2 1/2 Monate; Wurfgröße 2 bis 4 Junge; Säugezeit 6 bis 8 Wochen; Geschlechtsreife 2 JahreStatusNicht gefährdet

Erdmännchen (Suricata suricatta)

Kleine Raubtiere mit großem Familiengeist

Erdmännchen gehören zur Familie der Mangusten und sind wahre Meister des Zusammenhalts. Sie leben in Familiengruppen, die meist aus vier bis neun Tieren bestehen – aber auch Gruppen aus beeindruckenden bis zu 49 Mitgliedern wurden schon beobachtet. In jeder Gruppe übernimmt ein dominantes Paar die Führung und sorgt in der Regel allein für Nachwuchs. Nur selten pflanzen sich auch andere Gruppenmitglieder erfolgreich fort. Kommt es doch dazu, müssen deren Jungtiere innerhalb einer Woche nach dem Wurf des Alphaweibchens geboren werden – sonst werden sie meist nicht akzeptiert und getötet.
Die Dominanz des Weibchens hängt mit seiner kräftigeren Statur zusammen: Als größeres und schwereres Tier setzt es sich gegenüber den anderen Weibchen durch.
Um ihre Bindung zu stärken, pflegen und markieren sich die Tiere gegenseitig. Dieses enge Miteinander macht Erdmännchen zu einem der sozialsten Raubtiere.

Unterirdische Architekten und fürsorgliche Eltern

Nachts ziehen sich Erdmännchen in selbstgegrabene Höhlensysteme zurück. Diese bestehen aus mehreren Kammern, Eingängen und sogar Noteingängen für den Fall, das Gefahr droht. Bis zu fünf solcher Bauten liegen in ihrem Revier, und die Gruppe wechselt sie regelmäßig – außer wenn Jungtiere geboren wurden.
Die Aufzucht der Kleinen ist echte Teamarbeit: Mehrere Weibchen säugen die Jungtiere, und tagsüber übernimmt immer ein anderes Gruppenmitglied die Rolle des „Babysitters“. Schritt für Schritt bringen die Erwachsenen den Kleinen das Jagen bei – vom Aufspüren über das Ausgraben bis hin zum Erlegen der Beute.

Aufmerksame Wächter und mutige Verteidiger

Erdmännchen sind ständig auf der Hut. Während die Gruppe nach Nahrung sucht, hält immer ein Tier Wache. Bei Gefahr warnen sie ihre Artgenossen mit unterschiedlichen Rufen, die sogar verraten, ob ein Feind aus der Luft oder vom Boden droht.
Auch bei der Verteidigung gegen Gefahren wie Fressfeinde halten Erdmännchen fest zusammen. Sie leben in klar abgegrenzten Revieren, die sie mit gemeinsamen Toiletten markieren, die von allen Gruppenmitgliedern genutzt werden. Treffen zwei Erdmännchengruppen aufeinander, zieht sich meist die kleinere Gruppe zurück.
Warnrufe machen die anderen Gruppenmitglieder auf eine herannahende rivalisierende Gruppe aufmerksam. Daraufhin versammelt sich die ganze Gruppe.
Je nach Situation kann es auch zu einem Angriff kommen. Dabei übernimmt meist das dominante Männchen die Führung, während sich das dominante Weibchen am Ende der Gruppe aufhält.

Gegenüber Rivalen zeigen Erdmännchen ein auffälliges Drohverhalten: Sie sträuben ihr Fell, krümmen den Rücken, strecken den Schwanz in die Höhe und schaukeln vor und zurück. Dieses beeindruckende Verhalten wirkt fast wie eine Art Tanz.

Tierische Aktionen

Dienstag14:30 Uhr - kommentierte FütterungStandort/afrika/

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